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Der stadt-seniorenrat aalen e.V. im gespräch mit bürgermeister ehrmann

Mit welchen Problemkreisen beschäftigt sich der Aalener Seniorenrat derzeit und welche Aktionen sind im Jahr zwei der Coronakrise möglich? Um diese Fragen ging es bei dem Jahresgespräch des Vorstands mit Bürgermeister Karl Heinz Ehrmann am 16. April dieses Jahres.

Um jedes Ansteckungsrisiko zu vermeiden fand es bei einer Inzidenzzahl von über 200 bezeichnenderweise als Videokonferenz statt. Beherrschendes Thema war zunächst die Impfsituation vor allem der über 80-Jährigen. Wie bereits berichtet, setzte sich der Seniorenrat beim Landrat Dr. Joachim Bläse für deutliche Verbesserungen ein. Auch gegenüber dem Bürgermeister forderte der Vorsitzende des Stadtseniorenrats Günter Höschle die Stadt auf, sämtliche städtische Senioren über 70 Jahren anzuschreiben und ihre Impfbereitschaft  zu ermitteln. Um die aufreibende Suche nach einem Impftermin bei Tag und Nacht zu beenden, sollten sie in eine Liste aufgenommen und über den Impftermin schriftlich benachrichtigt werden. Der Bürgermeister betonte, dass in  Ebnat/ Waldhausen und Fachsenfeld/Waldhausen Vergleichbares  praktiziert wird. Allerdings müssen jeweils 60 Personen eigenständig, mit Angehörigen oder Fahrdiensten zusammenkommen. Dann reist das mobile Impfteam an. Dieses Vorgehen ist für die restlichen Senioren in Aalen  nicht möglich. Die Bedarfsermittlung und schriftliche Benachrichtigung dieser Betroffenen, so Ehrmann, würde die Stadtverwaltung überfordern. Nach einem Jahr intensiver Beschäftigung mit Coronamaßnahmen müssen anstehende Standardaufgaben dringend aufgearbeitet werden. So bleibt es im Stadtgebiet für die Senioren weiterhin bei der leidigen Suche nach Impfterminen und das 24 Stunden am Tag.

 

Der Stadt-Seniorenrat will die Suche nach ehrenamtlichen Helfern unterstützen, um die Organisation dieser Impfungen zu optimieren. Die Situation wird sich zudem durch den Einbezug der Arztpraxen spürbar verbessern. Hausärzte sind mit der gesundheitlichen Situation ihrer Patienten vertraut und traditionell für das Impfen zuständig. 

 

Günter Höschle bedauerte sehr, dass viele vom Stadtseniorenrat angestoßene Projekte zurzeit nicht weiter verfolgt werden können. Das betrifft  etwa „Wohnformen im Alter“ oder die Veranstaltung „glücklich werden im Alter“. Das Gleiche gilt für eine Befragung von Senioren über deren Lebenssituation und Zufriedenheit, ein Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Stadt aus dem Aktionsplan: „Generationengerechtes Aalen 2035“. Dagegen ist das Gemeinschaftsprojekt „Rettung aus der Dose“ ein Erfolg. Auch die Homepage des Stadt-Seniorenrats wurde attraktiv neu gestaltet.

 

Danach ging Höschle noch auf Anfragen und Anregungen aus der Bevölkerung bzw. von Vereinen ein. Das betrifft etwa die Pflege, Begegnungen oder den Friedhofbereich.

Abschließend  äußerte der Vorsitzende des Stadt-Seniorenrats seine Freude über den rundum gelungenen neuen Seniorenwegweiser und bedankte sich bei Bürgermeister Karl Heinz Ehrmann für dessen Mitgestaltung und Finanzierung durch die Stadt. Letzterer hob hervor, wie wichtig ihm die Anliegen der Senioren sind, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung weiter zunehmen wird. Er verwies dabei auf das Seniorenkonzept  2035 für die Kernstadt und für alle Stadteile. In diesem Zusammenhang ermutigte er den Stadt-Seniorenrat, auf die Gemeinderäte zuzugehen – mit dem Ziel, ins Gespräch zu kommen und Impulse zu geben.

 


Der Stadt-seniorenrat aalen e.v. engagiert sich        in der krise

Die Coronakrise bringt für die Bevölkerung und damit auch für Senior(innen)  massive Einschränkungen mit sich. Nun bedeutet die Impfung und ihre Organisation für manche eine weitere starke Belastung. Mobile Impfteams haben im Ostalbkreis inzwischen  Bewohner in über 40 von 52 Alten- und Pflegeheimen versorgt. Bis zur dritten Märzwoche soll das abgeschlossen sein. 

 

Deutlich problematischer ist die Organisation der Impfung von privat lebenden über 80-Jährigen in den Impfzentren. Diese Personen müssen selbst initiativ werden, aber weder telefonisch noch digital ist es leicht, ortsnah einen Termin zu finden. Mitglieder des Kreisseniorenrats mit dem Vorsitzenden Günter Höschle monierten diese  Überforderung bei Videokonferenzen mit dem Landrat Dr. Joachim Bläse Mitte Februar. Gewünscht wurden folgende Verbesserungen: Schriftliche Benachrichtigungen für die nächste Altersgruppe; möglichst kostenfreie Beförderung zu einer dezentralen Impfstelle; ausreichend Impfstoff und kostenlose Testungen; leicht verständliche Informationen  in der Presse. 

 

Ersten Rückmeldungen zufolge kümmern sich die mobilen Impfteams voraussichtlich ab der 3. Märzwoche vor Ort um die über 80-Jährigen, wenn das Impfen in den Heimen beendet ist. Für diese zusätzliche Impfmöglichkeit werden sie dann angeschrieben. Nicht vorgesehen ist ein weiteres Impfzentrum im Ostalbkreis. Ebenso müssen sich die Senior(innen) entsprechend der Impfkategorie weiter selbständig über die zentrale Rufnummer 116117 anmelden und registrieren lassen. Sie bekommen dann innerhalb von 14 Tagen einen Impftermin.

 

Der Stadt-Seniorenrat bedauert sehr, dass durch die Coronakrise so wichtige Themen wie „Wohnen im Alter“, „die Zufriedenheit von Senioren in unserer Stadt“ oder „Vereinsamung im Alter“ nicht angegangen werden können. Allerdings werden diese Problemkreise, auch die Impfsituation und die Zufriedenheit der Senior(innen) in Aalen beim Jahresgespräch mit Herrn Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann  im April 2021 angesprochen.

 

Gerade für Alleinstehende können die Wohnsituation und fehlende soziale Kontakte auch mit der eigenen Familie zu schweren Belastungen führen. Umso wichtiger ist es, dass die Betroffenen alle Möglichkeiten nutzen, um Ansprechpartner zu finden. Neben dem Telefonieren ist das Skypen sehr attraktiv. Mit ein wenig digitalem Mut bzw. entsprechender Unterstützung bei der Einrichtung kann das viel Freude und Abwechslung  bringen. Wenn geeignete Ansprechpartner aber fehlen, bieten die Kirchengemeinden, Rettungsdienste und andere  Einrichtungen wie „Freunde schaffen Freude“ gerne telefonisch Gespräche und weitere Unterstützung an. Daneben hilft die Stadt Aalen mit, den Alltag zu erleichtern. Sie hat bei Bedarf die Hotline 07361/52-1054 geschaltet, auch zur Vermittlung von Einkaufs- und Besorgungsdiensten. Zusätzlich gibt es ab 23.03.2021 eine Corona-Beratung in 11 Sprachen unter der Rufnummer 016229277814. 

 

Geht es um angebotene Hilfeleistungen, muss erfahrungsgemäß vor Betrügern gewarnt werden. Senior(innen) sollten sich Hilfe nur von Personen geben lassen, denen sie vertrauen können und Fremden keine Daten von sich preisgeben. An der Haustüre wurde auch schon Vorschuss auf eine Corona-Impfung gefordert. So etwas tun nur Kriminelle, die Corona-Impfung ist für alle kostenlos. Grundsätzlich sollen an der Haustüre keine Geschäfte mit nicht bekannten Personen abgeschlossen werden.

 

 

 


neuauflage des seniorenwegweisers


rettung aus der dose

Auch das Projekt "Rettung aus der Dose" ist eine Gemeinschaftsarbeit von Frau Bolsinger, Stadt Aalen, der JUH und dem SSR mit Klaus Köder.

 

Vor allem für alleinstehende Seniorinnen und Senioren kann es lebenswichtig sein, wenn im NOTFALL die ERSTHELFER durch die so genannte "Rettungsdose" schnell auf die wichtigsten relevanten Daten für eine medizinische Behandlung zugreifen können.

In der Rettungsdose befindet sich ein Datenblatt, in welchem, ggf. mit Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn die entsprechenden Angaben gemacht werden können. Mit der Dose wird ein Aufkleber ausgeliefert, der an der Eingangs- oder Wohnungstür angebracht werden kann und auf das Vorhandensein einer solchen Dose und die Unterbringung im Kühlschrank (damit sie nicht lange gesucht werden muss) hinweist.

Im Rahmen eines Kooperations- und Pilotprojektes "RETTUNG aus der Dose" zwischen dem Lions Club Hanau Schloss Philippsruhe und dem Seniorenbüro der Stadt Hanau erfolgte die Adaptierung für den deutschsprachigen Raum.

Die Rettungsdose ist aktuell kostenfrei erhältlich. 

Übergabe des neuen Seniorenwegweisers und der "Rettung aus der Dose" am 13. November, mit Herrn OB Rentschler, Frau Stark, Leiterin Amt für Soziales, Jugend und Familie, Frau Bolsinger, Herrn Göhringer, Herrn Köder und Herrn Höschle.


aktuelle informationen zum umgang mit dem corona-virus

Auf der Website des Robert-Koch-Instituts finden Sie Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf. Nähere Informationen finden Sie hier

 

Allgemeine Informationen rund um den Corona-Virus finden Sie hier.

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Rundschreiben des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg zum Corona-Virus
LAV an Selbsthilfe und Senioren-Orgranis
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Informationsschreiben des Landeskriminalamts und des Weißen Rings

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Infoblatt Teil 1 - Nachbarschaftshilfe annehmen
200327 - INFOBLATT - Nachbarschaftshilfe
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Infoblatt Teil 2 Nachbarschaftshilfe - Tipps für Hilfsorganisationen
200327 - INFOBLATT - Nachbarschaftshilfe
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